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Die Landschaften erinnern manchmal an Utrillo, insbesondere an seine "weiße Periode", aber die Linien und Farben von Puni sind weicher. Farb- und Tonkontraste sind gedämpft, Linien sind unklar, oft unterbrochen und verändern ihre Stärke. Alles scheint verschwommen und etwas unscharf zu sein, was dem Bild Unsicherheit und Unvollständigkeit verleiht. Diese Qualität wird sich in Zukunft durchsetzen. Das vorherrschende Farbschema ist Ocker mit einem überwiegenden Anteil an Gelb (ca. 20-40-80 % auf der CMY-Skala) mit einzelnen kleinen Einschlüssen anderer Farben (z. B. Rot, Grün). Die Farbe ist lebendig, schimmernd, hat aber praktisch nichts mit Hell-Dunkel zu tun. In der Struktur von Farbflecken gibt es einen allmählichen Übergang von breiten (aber heterogenen und malerisch entwickelten) Farbflächen zu Fragmentierung, einer Fülle abwechselnder kleiner (aber in der Zeichnung verallgemeinerter) Details. Dadurch entsteht bei manchen Arbeiten der Eindruck eines Flackerns. Stillleben sind weniger ungestüm als in der vorherigen Periode, sie werden regelmäßiger, ohne Verzerrungen. Der erste Harlekin erscheint (Werkverzeichnis Nr. 419), seine Figur ist etwa nach den gleichen Regeln konstruiert. Auch ein weißer Teller mit Obst (Werkverzeichnis Nr. 467) erscheint, was einer Farbpalette ähnelt und was die Fantasie des Künstlers noch lange anregen wird. Teilnahme an Ausstellungen: eine bis zwei Gruppenausstellungen pro Jahr; Einzelausstellung in Galerie Jeanne Castel (1933). |