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  GEMÄLDE 1933-1942 РУ DE EN

Stillleben und Interieurs werden immer weniger naturalistisch, es findet eine Tendenz zur Verallgemeinerung, ja fast zur Abstraktion statt. Beispielsweise wird ein Sessel durch ein paar Linien dargestellt, eine Figur durch ein paar Farbflecke. Solche Funde werden in der Zukunft Fuß fassen.
Im Hintergrund erscheinen vertikale, leicht gewellte blaue Streifen auf Hellblau, mit Sprenkeln dazwischen (Nr. 476, 492, 493). Eine im Sessel sitzende Frau erscheint (Nr. 488, 489). Im Weiteren werden die Interieurs dichter, mit immer mehr Details ausgestattet: Ein Klavier (Nr. 513), ein Schachspiel (Nr. 517) erscheinen. Die Stillleben bestehen aus immer gleichen Objekten: Palette, Masken, Pfeife, Obstteller, Drapierung; Diese Objekte werden nach und nach bis zu einem gewissen Grad dekonstruiert, schmelzen dahin, verwandeln sich in die Zeichen von Objekten bzw. in die Elemente der Malerei und hinterlassen nur farbige Flecken. Objekte werden verallgemeinert und vereinfacht mit einem hohen Maß an Spontaneität und Skizzenhaftigkeit modelliert. Gerade Linien werden absichtlich nicht gerade gezeichnet, sie wackeln, als ob sie sich für die Notwendigkeit schämen würden, gerade zu sein (das hat etwas mit dem Wunsch eines Teenagers gemeinsam, glatt gekämmtes Haar oder einen übermäßig gepflegten Anzug zu zerzausen). Die Werke scheinen zu schreien: Wir wollen nicht sauber und ordentlich sein, wir sind so wie wir sind; Wer unsere echte, nicht protzige Schönheit versteht, wird sie zu schätzen wissen. Übergang von flatternder Farbe zu lokalen Farbflecken (diese Eigenschaft wird sich durchsetzen, es wird keine Rückkehr zum Hell-Dunkel geben). Lokalfarben können auch innerhalb eines Flecks flattern, allerdings nach eigenen Gesetzmäßigkeiten, die nichts mit Hell-Dunkel zu tun haben. Damit ist der Übergang zum Primitivismus abgeschlossen, den es bisher nur in der Formgebung gab. Die Farbe ist noch verwelkt, aber nicht mehr im gesamten Feld gelb, sondern zusammengesetzt, oft grünlich oder bläulich mit rötlichem Zusatz. Primärfarben (normalerweise alle gedämpft): Blau (Puniblau), Grün (Chromoxid), Gelbgrün (wie Senf), Dunkelorange (ins Rote), Weiß, Schwarz (Grau). Der Duktus ist meist flüssig oder sehr flüssig. Von alten bemalten und beschädigten Leinwänden mit Krakeelen und leichtem Sichlösen wird aktiv Gebrauch gemacht, um dem Werk Individualität zu verleihen, es zu beleben und ihm die Zeitspuren und -geist einzuhauchen. In Zukunft wird Puni diese Technik ständig anwenden.
Teilnahme an Ausstellungen: Bis 1943 nahm er praktisch an keinen Ausstellungen teil, mit Ausnahme der regulären Salons des Tuileries

1933-1934. Masken und Palette. Öl auf Leinwand. 27 x 61 cm 1934. Harlekin. Öl auf Leinwand. 46 x 38 cm 1934-1935. Stuhl, Masken, Palette. Öl auf Leinwand. 39,5 x 31,5 cm 1936-1937. Staffelei und Klavier. Öl auf Pappe. 19 x 14,5 cm
1935-1936. Masken. Öl auf Leinwand. 42 x 60 cm. Kunstmuseum Zürich 1937-1938. Interieur mit Schachspiel. Öl auf Leinwand. 16 x 20,5 cm 1938-1939. Frau in grünem Sessel. Öl auf Leinwand. 19 x 18 cm 1938-1939. Obstteller auf weißem Stuhl. Öl auf Pappe. 16,5 x 32,5 cm
1942-1943. Interieur. Öl auf Pappe. 19 x 50,5 cm 1943-1944. Interieur mit Schachspiel. Öl auf Leinwand. 15 x 16 cm 1942. Weiße Schuhe. Öl und Gouache auf Papier auf Hartfaserplatte. 70 x 27,5 cm 1942. Frau in grünem Sessel. Öl auf Leinwand. 20 x 15 cm